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| from Hannes Wader - Wunsche (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Deluxe Edition] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader - Bis Jetzt/Live (2006) | |||||
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| from Hannes Wader - Wunsche (2009) | |||||
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from Hannes Wader - Dass Nichts Bleibt Wie Es War (2001)
Es ist ein Schnee gefallen
Und fiel noch aus der Zeit Man wirft uns mit den Ballen Manch' Weg ist uns verschneit Manch' Weg ist uns verschneit Die Kalte und das Schweigen Ringsum ist viel zu alt Macht Mutigen und Feigen Das Herz, die Hande kalt Das Herz, die Hande kalt Ich lege meine Hande Auf deinen warmen Bauch Und traume von dem Ende Und von dem Anfang auch Und von dem Anfang auch Ich hor' die Wolfe heulen Und mir ist nicht sehr warm Komm, salbe mir die Beulen Und nimm mich in den Arm Und nimm mich in den Arm Und sing die alte Weise Dass bald der Fruhling naht Und unterm Schnee und Eise Schon grunt die neue Saat Schon grunt die neue Saat Dann wollen wir uns walzen Nach einem heißen Bad Im Schnee, und der wird schmelzen Weil er zu schmelzen hat Weil er zu schmelzen hat |
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from Hannes Wader - Wieder Unterwegs (2009)
Von Norden kommend, bin ich schon seit Stunden auf der Straße, fahre ohne Eile, dose vor mich hin
Bei Hannover irgendwo mach' ich eine kleine Pause, weil ich tanken muß, und weil ich hungrig bin Und dann roll' ich wieder weiter. An der Ausfahrt steh'n zwei Jungs, ich halte an und sie steigen zu mir ein Sie erzahlen dies und jenes, daß sie beide achtzehn sind und wollen noch vor Mitternacht in Frankfurt sein Beide konnen keine Arbeit kriegen, mochten gern' was lernen, sind das jahrelange Gammeln endlich leid Wollen sich mit Leuten treffen, denen es nicht anders geht, sind zum Betteln, Schlangesteh'n nicht mehr bereit So vergeht die Zeit mit Reden; bei der Abfahrt ?Sauerland“ bieg' ich ab und lass' die beiden wieder raus Diese jungen Leute lassen nicht mehr alles mit sich machen, vielleicht sieht die Zukunft so schlecht gar nicht aus! Wieder unterwegs Hab's mir selbst so ausgesucht Und auch tausend Mal verflucht Andererseits ? Man kommt viel 'rum und man sieht Was im Lande so geschieht Selbst wenn man manches nicht versteht Wie man's auch wendet und dreht Aber eins kommt doch meist dabei raus Und das ist: man lernt nie aus Glutrot geht die Sonne unter, wunderbar, doch irgendetwas ist da, was mich deprimiert und 'runterzieht Und der Grund ist bald gefunden, denn im Autoradio lauft seit Stunden so ein Disco-Schweinebeat Ich dreh' ab, gleich geht's mir besser, fange selber an zu singen aber plotzlich spuckt und stottert der Motor Kurz entschlossen fahr' ich rechts auf einem Knuppeldamm entlang, der fuhrt kerzengrade mitten durch ein Moor Die Benzinuhr leuchtet auf, ich schaffe noch funf Kilometer und dann sitz' ich fest ? weiß nicht mal, wo ich bin! Es wird dunkel und ich lausche, hore Schusse, Hundebellen: ?Das sind Jager“, denk' ich, ?vielleicht find' ich hin.“ Und ich nehme den Kanister, komme an ein Lagerfeuer, seh' mich um und hore jemand ?Wer da?“ schrei'n ? Schwarze Kutten, Knobelbecher, Messer und Gewehre seh' ich, Schaferhunde: Jager konnen das nicht sein! Hande packen mich von hinten, zerren mich brutal zum Feuer; einer, der wahrscheinlich Chef der Gruppe ist Schreit: ?Den kenne ich, den Lumpenhund, der singt undeutsche Lieder! Ein Spitzel ist er, und ein Kommunist! Fur Spione keine Gnade! Sprengkommando angetreten! Sucht das Auto, und dann jagt es in die Luft! Unsre Jungsten soll'n beweisen, dass sie echte Manner sind! Sofort abfuhr'n und erschießen, diesen Schuft!“ Und schon fuhren mich drei Knaben in den nah' geleg'nen Wald, sind bleich vor Angst; auch mir zittern die Knie Doch ich nutze die Sekunde, als mein Wagen explodiert, das ist meine letzte Chance ? jetzt oder nie! Und ich renne, renne, renne, wie noch nie in meinem Leben, hore das Geschrei, die Schusse hinter mir Dazu platzt mit einemmal ein Gewitterregen nieder. Denken kann ich nicht, nur fliehen wie ein Tier Wieder unterwegs Hab's mir selbst so ausgesucht Und auch tausend Mal verflucht Andererseits ? Man kommt viel 'rum und man sieht Was im Lande so geschieht Selbst wenn man manches nicht versteht Wie man's auch wendet und dreht Aber eins kommt doch meist dabei raus Und das ist: man lernt nie aus Und mal sturz' ich uber Wurzeln, und ersticke fast im Schlamm; Dornen reißen mir das Fleisch aus dem Gesicht Die Stiefel hab' ich langst verloren ? ich kann keinen Schritt mehr geh'n: mir gleich, ob sie mich finden, oder nicht! Und ich schlafe einfach ein, wache erst nach Stunden auf von zartem Flotenspiel im Sonnenschein Vor mir sitzt im hohen Gras ein Madchen, blast die Weidenflote, tragt ein selbstgenahtes Kleid und lachelt fein Nimmt mir dann mit spitzen Fingern den Benzinkanister ab, denn den trage ich noch immer in der Hand Ubergibt ihn ein paar Leuten, die grad' in der Nahe sind, die verbuddeln ihn funf Meter tief im Sand. Meine Angst kommt wieder hoch, und als ich schreie: ?Hilfe! Morder!“ sagt das Madchen sanft: ?Ich will, daß du verstehst: Fur uns bist du unser Bruder, und wir wollen gar nicht wissen, wer du bist, woher du kommst, wohin du gehst.“ Und sie fuhrt mich in ihr Haus, heilt mir meine wunden Fuße, kuhlt mit Krautern mein Gesicht, bringt Brot und Wein Sie bereitet mir ein Lager, hockt sich hin zu meinen Fußen, nimmt die Flote, spielt ? bald schlaf' ich wie ein Stein Fuhl' mich gut am nachsten Morgen und sie bringt mir frische Kleider, Holzsandalen und ein leinenes Gewand Als sie sieht, dass ich noch hinke, setzt sie mich auf einen Esel, druckt mir Brot und Ziegenkase in die Hand War' so gerne noch geblieben, aber ich muss weiterreiten, weil mein Puls nun einmal in einem Rhythmus schlagt Der sich mit dem stillen Leben, diesem handgewebten Frieden fern der Welt, auf die Dauer nicht vertragt Doch von wegen ?fern der Welt“: ich bin kaum hundert Schritt geritten, steh' ich schon vor einem Stacheldrahtverhau Seit heut' Nacht ist hier klammheimlich ? niemand hatte das bemerkt ? ein gewaltiges Atomkraftwerk im Bau Wieder unterwegs Hab's mir selbst so ausgesucht Und auch tausend Mal verflucht Andererseits ? Man kommt viel 'rum und man sieht Was im Lande so geschieht Selbst wenn man manches nicht versteht Wie man's auch wendet und dreht Aber eins kommt doch meist dabei raus Und das ist: man lernt nie aus Wieder hor' ich Hunde bellen, sehe Manner mit Gewehren, schlage einen großen Bogen durch den Wald Reite weiter, Stunden, Tage, unter Autobahnen durch, mach' am Ufer eines Flusses endlich halt ? Plotzlich ringsum viele Menschen, die laut beten, seufzen, singen, sich die Haare raufen, ?Halleluja!“ schrei'n: ?Seht den Mann dort auf dem Esel, das Gewand und die Sandalen! Hosianna, Freunde, das muß Jesus sein!“ Und ich fluchte in den Strom, spring' von einem Stein zum andern, und am Ufer knien die Pilger im Gebet Mussen zuseh'n, wie ich sturze, wie ihr falscher Herr und Heiland ? kaum erschienen ? wieder klaglich untergeht Gleich reißt mich die Stromung fort, meilenweit. Der Fluß wird breiter, und ich schwimme, kampfe, komme nicht an Land Links und rechts Chemiefabriken, und das Wasser schaumt und stinkt ? halb ertrunken treibe ich zum Uferrand Und am Ufer spielen Kinder; gurgelnd schreie ich um Hilfe, doch es ist, als brullt' ich gegen eine Wand Einer taucht die Finger in den giftverseuchten Fluß, leckt sich den Schaum wie Zuckerwatte von der Hand Die anderen lallen, kichern, kotzen und dass ich ans Ufer krieche, fast verrecke, merken sie nicht mehr Auch ich hab' von dem Schaum gefressen, literweise Gift geschluckt ? nackter Horror fallt uber mich her Ich sehe Kinder mit drei Kopfen, Fratzen ? grauenhafte Monster dringen auf mich ein, sind plotzlich riesengroß! Und ich kreische vor Entsetzen, reiße einem kleinen Jungen schnell sein Skateboard aus der Hand und rase los Doch bald komm' ich wieder zu mir, immer noch auf meinem Skateboard, flugelschlagend torkle ich wie ein Hahn Auf 'ner Henne, die nicht will ? und das bei Tempo 130, als Geisterfahrer auf der Autobahn Wieder unterwegs Hab's mir selbst so ausgesucht Und auch tausend Mal verflucht Andererseits ? Man kommt viel 'rum und man sieht Was im Lande so geschieht Selbst wenn man manches nicht versteht Wie man's auch wendet und dreht Aber eins kommt doch meist dabei raus Und das ist: man lernt nie aus Hore Hupen, Reifen quietschen, sehe Autos bremsen, schleudern, finde eine Ausfahrt; als ich kurz darauf Die Autobahn verlasse, und ich schaue mich kurz um, turmt sich hinter mir ein Schrottgebirge auf Der Larm wird unertraglich, auch Sirenen jaulen auf ? ?Lalulalu“ ? die Polizei ist auch schon da Doch die sollen mich nicht kriegen! Ich muss mich verstecken, tarnen, und dann seh' ich auch die Rettung schon ganz nah: Uberall am Straßenrand stehen Hunderte von Schildern, Wahlplakate einer christlichen Partei Darauf steht in großen Lettern: ?SOZIALISMUS FUHRT INS ELEND!“ und ich halte an, und greife mir gleich zwei Die hange ich mir um den Hals, rolle unter dieser Tarnung unerkannt durch Frankfurt als ein Sandwich-Mann Die Parole auf den Schildern, die zerriss'nen Klamotten: dies Kostum kommt bei den Leuten richtig an Als ich um die Ecke biege, hinterm Eschersheimer Turm, bin ich zwischen Menschenmassen eingekeilt ? Alles linke Demonstranten, und die starr'n auf meine Schilder. Nichts wie weg ? hier werden Prugel ausgeteilt! Doch ich weiß, die Linken lassen sich, bevor sie jemand schlagen, meistens erst auf Diskussionen ein Das bestatigt sich auch diesmal: sie besturmen mich mit Fragen, doch was ich erzahle glaubt mir hier kein Schwein! Kurz und gut: diese Geschichte nimmt doch noch ein gutes Ende, denn ich werde plotzlich von zwei Jungs erkannt ? Ausgerechnet von den beiden, die ich mitgenommen habe zu Beginn der Fahrt durch dies' verruckte Land Und sie geben mir zu essen, bringen mir eine Gitarre und dann tu' ich das, was ich am besten kann: Stimme kurz das Instrument ? dazu brauch' ich eine Stunde ? und schon fange ich ein Lied zu singen an Und zwar: Wieder unterwegs Hab's mir selbst so ausgesucht Und auch tausend Mal verflucht Andererseits ? Man kommt viel 'rum und man sieht Was im Lande so geschieht Selbst wenn man manches nicht versteht Wie man's auch wendet und dreht Aber eins kommt doch meist dabei raus Und das ist: man lernt nie aus |
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| from Hannes Wader - Liederbuch (2006) | |||||
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from Hannes Wader - Liederbuch (2006)
Wie schon bluht uns der Maien
Der Sommer fahrt dahin Mir ist ein schones Jungfraulein Gefallen in meinen Sinn Bei ihr da war' mir wohl Wenn ich nur an sie denke ? Mein Herz ist freudevoll! Bei ihr, da war' ich gerne Bei ihr, da war' mir wohl Sie ist mein Morgensterne Strahlt mir ins Herz so voll Sie hat ein' roten Mund Tat ich sie darauf kussen ? Mein Herz wurd' mir gesund! Wollt Gott, ich fande im Garten Drei Rosen an einem Zweig Ich wollte auf sie warten ? Ein Zeichen war mir's gleich Das Morgenrot ist weit Es streut schon seine Rosen ? Ade, du schone Maid! |
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| from Hannes Wader - Zehn Lieder (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Deluxe Edition] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Standard Version] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader 1집 - Und Es Wechseln Die Zeiten (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Wunsche (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Wunsche (2009) | |||||
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from Hannes Wader - Liederbuch (2006)
Einmal kam sie auf ein Glas Wein
Zu mir herein, zu mir herein Sie schaute sich um, spuckte kraftig in die Hande Und brachte Ordnung in meine vier Wande! Alle Sofakissen hatte sie geschickt Und sauber in der Mitte geknickt! Ich weiß, so ein Madchen ist eigentlich Viel zu schade fur mich Viel zu schade fur mich! Dann stand sie und wischte, auf der Fensterbank Alle Scheiben blank, alle Scheiben blank! Soviel Fleiß ist Gabe, nicht anerzogen Und statt der Muttermilch eingesogen! Endlich war alles sauber und geputzt ? Nur hatte sie ihr neues Kleidchen beschmutzt! Ich weiß, so ein Madchen ist eigentlich Viel zu schade fur mich Viel zu schade fur mich! Sie hangte das Kleidchen mit den Flecken drin Zum trocknen hin, zum trocknen hin Da sah ich, dass sie selbstgestrickte Hosen trug Geraumig und warm, zum Schutz gegen Zug! Die konnte sie, wenn sie wollte, von den Knien Bequem bis unter die Achseln zieh'n! Ich weiß, so ein Madchen ist eigentlich Viel zu schade fur mich Viel zu schade fur mich! Sie hatte ihre Zahnburste mitgebracht Und blieb uber Nacht, und blieb uber Nacht Sie weinte, weil ich sagte, dass sie Ruhe geben sollte Als sie ein paar Kunststuckchen vorfuhren wollte Einem Buch “Gluck zu zweit” ? oder so ? entnommen ? An jedem Bahnhof kann man es bekommen! Ich weiß, so ein Madchen ist eigentlich Viel zu schade fur mich Viel zu schade fur mich! Ich sagte ihr, dass sie nichts zu weinen hatte In meinem Bette, in meinem Bette! ?Warte bis morgen, dann triffst du hier Einen Freund von mir, der ist netter zu dir!“ ? Jetzt wohnt sie bei ihm, hat ihm langst geschickt Die Nummes seines Autos auf ein Kissen gestickt! Ich weiß, dieses ein Madchen war eigentlich Viel zu schade fur mich Viel zu schade fur mich! |
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from Hannes Wader - Der Rebell (2006)
Einmal kam sie auf ein Glas Wein
Zu mir herein, zu mir herein Sie schaute sich um, spuckte kraftig in die Hande Und brachte Ordnung in meine vier Wande! Alle Sofakissen hatte sie geschickt Und sauber in der Mitte geknickt! Ich weiß, so ein Madchen ist eigentlich Viel zu schade fur mich Viel zu schade fur mich! Dann stand sie und wischte, auf der Fensterbank Alle Scheiben blank, alle Scheiben blank! Soviel Fleiß ist Gabe, nicht anerzogen Und statt der Muttermilch eingesogen! Endlich war alles sauber und geputzt ? Nur hatte sie ihr neues Kleidchen beschmutzt! Ich weiß, so ein Madchen ist eigentlich Viel zu schade fur mich Viel zu schade fur mich! Sie hangte das Kleidchen mit den Flecken drin Zum trocknen hin, zum trocknen hin Da sah ich, dass sie selbstgestrickte Hosen trug Geraumig und warm, zum Schutz gegen Zug! Die konnte sie, wenn sie wollte, von den Knien Bequem bis unter die Achseln zieh'n! Ich weiß, so ein Madchen ist eigentlich Viel zu schade fur mich Viel zu schade fur mich! Sie hatte ihre Zahnburste mitgebracht Und blieb uber Nacht, und blieb uber Nacht Sie weinte, weil ich sagte, dass sie Ruhe geben sollte Als sie ein paar Kunststuckchen vorfuhren wollte Einem Buch “Gluck zu zweit” ? oder so ? entnommen ? An jedem Bahnhof kann man es bekommen! Ich weiß, so ein Madchen ist eigentlich Viel zu schade fur mich Viel zu schade fur mich! Ich sagte ihr, dass sie nichts zu weinen hatte In meinem Bette, in meinem Bette! ?Warte bis morgen, dann triffst du hier Einen Freund von mir, der ist netter zu dir!“ ? Jetzt wohnt sie bei ihm, hat ihm langst geschickt Die Nummes seines Autos auf ein Kissen gestickt! Ich weiß, dieses ein Madchen war eigentlich Viel zu schade fur mich Viel zu schade fur mich! |
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| from Hannes Wader - Wunsche (2009) | |||||
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| from Hannes Wader 1집 - Und Es Wechseln Die Zeiten (2009) | |||||
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| from Hannes Wader 1집 - Und Es Wechseln Die Zeiten (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Wunsche (2009) | |||||
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| from Hannes Wader 1집 - Und Es Wechseln Die Zeiten (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Liederbuch (2006) | |||||
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from Hannes Wader - Bis Jetzt/Live (2006)
Ich bin unterwegs nach Suden und will weiter bis ans Meer
Will mich auf heiße Kiesel legen, und dort brennt die Sonne mir Die Narben aus dem Nacken, jeden Kratzer, jeden Fleck Dass von den tausend Handen, die mich das ganze Jahr Befingert und geschlagen haben, keine Spur mehr ubrig bleibt Und wenn der Wind mir fetzenweise meine alte, tote Haut Vom Rucken fegt als weiße Asche, steh' ich auf und bin gesund Ich bin unterwegs nach Suden und will weiter bis ans Meer Doch ich bin langst nicht mehr sicher, ob die Sonne diesmal hilft Sie brennt so heiß wie immer, aber unter meinem Hemd Spur' ich, wie die Kalte meine Haut zusammenzieht Aber der Schweiß in meinen Stiefeln kocht und frißt an meinen Zeh'n Und von dort, woher ich komme, tragt der Wind mir den Geruch Von halb vergess'ner alter Angst, von Hass und Ekel wieder zu Ich bin unterwegs nach Suden will nicht weiter bis ans Meer Ich bin mude, will nur schlafen. Morgen, morgen schreibe ich Meine Traume auf und sehe wie in der Vergangenheit Der Schmutz in meinen Eingeweiden, im Ruckenmark, im Hirn Begonnen hat zu faulen und zu Gift geronnen ist Morgen werde ich dann wissen, wie es heißt, woher es kommt Und wenn ich erst den Namen kenne, bringt dies Gift mich nicht mehr um |
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| from Hannes Wader - Wieder Unterwegs (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Zehn Lieder (2009) | |||||
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from Hannes Wader - Der Rebell (2006)
Das war 'ne heiße Marzenzeit
Trotz Regen, Schnee und alledem! Nun aber, da es Bluten schneit Nun ist es kalt, trotz alledem! Trotz alledem und alledem ? Trotz Wien, Berlin und alledem ? Ein schnoder scharfer Winterwind Durchfrostelt uns trotz alledem! Die Waffen, die der Sieg uns gab Der Sieg des Rechts, trotz alledem Die nimmt man sacht uns wieder ab Samt Pulver und Blei und alledem Trotz alledem und alledem ? Trotz Parlament und alledem ? Wir werden uns're Buchsen los Soldatenwild trotz alledem! Heißt ?Gnad'ger Herr“ das Burschlein dort ? Man sieht's am Stolz und alledem Und lenkt auch Hunderte sein Wort Es bleibt ein Tropf trotz alledem Trotz alledem und alledem Trotz Band und Stern und alledem ? Ein Mann von unabhan'gem Sinn Schaut zu und lacht, trotz alledem Und wenn der Reichstag sich blamiert Professorhaft, trotz alledem! Und wenn der Teufel regiert Mit Huf und Horn und alledem ? Trotz alledem und alledem Es kommt dazu, trotz alledem Dass rings der Mensch die Bruderhand Dem Menschen reicht, trotz alledem! Trotz alledem und alledem Es kommt dazu, trotz alledem Dass rings der Mensch die Bruderhand Dem Menschen reicht, trotz alledem! |
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from Hannes Wader - Nie Mehr ZurüCk (2006)
Bin mal mutig, mal feige, mal dumm und mal weise
Und zahle dafur meinen Preis Die Strategen und Denker unterrichteter Kreise Wissen auch nicht viel mehr als ich weiß All die nuchternen Rechner, die coolen Gewinner Die Durchblicker, kommen und geh'n Und ich werde wohl wieder auf Seiten der Spinner Der Narren und Traumtanzer steh'n Manche sagen, die Menschheit ist langst auf dem Wege Fur immer zu Grunde zu geh'n Drehen heut' schon die Fakten, erbringen Belege Fur die Greuel, die morgen gescheh'n All die nuchternen Rechner, die coolen Gewinner Die Durchblicker, kommen und geh'n Und ich werde wohl wieder auf Seiten der Spinner Der Narren und Traumtanzer steh'n Wer hat Recht, wer hat Unrecht? Wer ist Opfer, wer Tater? Glucklich, wer das beantworten kann Und wenn wir es wissen, nicht jetzt, eher spater Dann kommt's vielleicht nicht mehr drauf an All die nuchternen Rechner, die coolen Gewinner Die Durchblicker, kommen und geh'n Und ich werde wohl wieder auf Seiten der Spinner Der Narren und Traumtanzer steh'n All die nuchternen Rechner, die coolen Gewinner Die Durchblicker, kommen und geh'n Und ich werde wohl wieder auf Seiten der Spinner Der Narren und Traumtanzer steh'n Bin mal mutig, mal feige, mal dumm und mal weise Und zahle dafur meinen Preis Die Strategen und Denker unterrichteter Kreise Wissen auch nicht viel mehr als ich weiß All die nuchternen Rechner, die coolen Gewinner Die Durchblicker, kommen und geh'n Und ich werde wohl wieder auf Seiten der Spinner Der Narren und Traumtanzer steh'n All die nuchternen Rechner, die coolen Gewinner Die Durchblicker, kommen und geh'n Und ich werde wohl wieder auf Seiten der Spinner Der Narren und Traumtanzer steh'n |
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from Hannes Wader - Dass Nichts Bleibt Wie Es War (2001)
Ich sah heut Nacht im Traum vor mir
Ein endlos weites Feld Millionen Menschen sah ich dort Aus allen Landern der Welt Ich sah im Traum die ganze Menschheit Einig und befreit Von Folter, Hass und Volkermord Fur jetzt und alle Zeit Ich sah im Traum dies' Menschenheer Bewaffnet wie zur Schlacht In dichten Reihen aufgestellt Um einen tiefen Schacht Und auf ein Zeichen warfen sie All' ihre Waffen ab Granaten, Bomben sturzten tausend Meter tief hinab Bald war der Schacht gefullt mit Kriegs- Maschinen bis zum Rand Und Menschen aller Rassen standen Lachend Hand in Hand Wohl jeder traumt den Traum vom Frieden Und es kommt die Zeit Dann wird wie jeder Menschheitstraum Der Frieden Wirklichkeit Wohl jeder traumt den Traum vom Frieden Und es kommt die Zeit Dann wird wie jeder Menschheitstraum Der Frieden Wirklichkeit |
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from Hannes Wader - Liederbuch (2006)
Ich sah heut Nacht im Traum vor mir
Ein endlos weites Feld Millionen Menschen sah ich dort Aus allen Landern der Welt Ich sah im Traum die ganze Menschheit Einig und befreit Von Folter, Hass und Volkermord Fur jetzt und alle Zeit Ich sah im Traum dies' Menschenheer Bewaffnet wie zur Schlacht In dichten Reihen aufgestellt Um einen tiefen Schacht Und auf ein Zeichen warfen sie All' ihre Waffen ab Granaten, Bomben sturzten tausend Meter tief hinab Bald war der Schacht gefullt mit Kriegs- Maschinen bis zum Rand Und Menschen aller Rassen standen Lachend Hand in Hand Wohl jeder traumt den Traum vom Frieden Und es kommt die Zeit Dann wird wie jeder Menschheitstraum Der Frieden Wirklichkeit Wohl jeder traumt den Traum vom Frieden Und es kommt die Zeit Dann wird wie jeder Menschheitstraum Der Frieden Wirklichkeit |
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from Hannes Wader - Wieder Unterwegs (2009)
Ich sah heut Nacht im Traum vor mir
Ein endlos weites Feld Millionen Menschen sah ich dort Aus allen Landern der Welt Ich sah im Traum die ganze Menschheit Einig und befreit Von Folter, Hass und Volkermord Fur jetzt und alle Zeit Ich sah im Traum dies' Menschenheer Bewaffnet wie zur Schlacht In dichten Reihen aufgestellt Um einen tiefen Schacht Und auf ein Zeichen warfen sie All' ihre Waffen ab Granaten, Bomben sturzten tausend Meter tief hinab Bald war der Schacht gefullt mit Kriegs- Maschinen bis zum Rand Und Menschen aller Rassen standen Lachend Hand in Hand Wohl jeder traumt den Traum vom Frieden Und es kommt die Zeit Dann wird wie jeder Menschheitstraum Der Frieden Wirklichkeit Wohl jeder traumt den Traum vom Frieden Und es kommt die Zeit Dann wird wie jeder Menschheitstraum Der Frieden Wirklichkeit |
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from Hannes Wader - Der Rebell (2006)
Das erste, was ich sah, war ein Kalender an der Wand
Als ich die Augen aufschlug und las gleich, was da stand: Es war das Jahr 2095 im April Ich wollte gehen, mir wurde schlecht, ich stolperte und fiel Uber irgend etwas und dann sah ich, dass das Ding Eine Lochkarte war, die an meiner Zehe hing Die steckte ich sofort in den Computer, der da stand Und erfuhr dann auch sofort, warum und wo ich mich hier befand Diese Geschichte ist nur ein boser Traum Und dass die mal wahr wird, glaube ich kaum Denn schon setzen sich Menschen dagegen zur Wehr Und jeden Tag werden es mehr! Vor hundert Jahren wurde ich, so kam es jetzt heraus Besoffen eingeliefert in dieses Krankenhaus Ich hatte keinen Ausweis bei mir, darum hat man mich Einfach eingefroren, wie es hieß versehentlich Ich offnete die Tur, um mich ein wenig umzuschauen Da saß ein Mann, der Zeitung las mit angesengten Brauen Er sagte gar nichts und ich beruhrte seinen Arm Und merkte, dass er tot war, dabei war sein Pulsnoch warm Diese Geschichte ist nur ein boser Traum Und dass der mal wahr wird, glaube ich kaum Denn schon setzen sich Menschen dagegen zur Wehr Und jeden Tag werden es mehr! Die Zeitung hob ich auf und las, da wurde mir auch klar Warum ich gerade jetzt enteist und auferstanden war Es war die Rede von der großten Bombenexplosion in der Geschichte Und dass sie vor einer Stunde schon stattgefunden hatte Und Ort der Zundung war' Die allertiefste Stelle im Steinhuder Meer Durch die Druck- und Hitzewelle, das sieht wohl jeder ein Musste all das Eis um mich herum geschmolzen sein Diese Geschichte ist nur ein boser Traum Und dass der mal wahr wird, glaube ich kaum Denn schon setzen sich Menschen dagegen zur Wehr Und jeden Tag werden es mehr! Ich tappte durch den Korridor, kam in den Krankensaal Aber da stank es nach Aas, ich sah Leichen uberall Schon kam's mir hoch, ich riss ein paar Toilettenturen auf Leider saß da uberall schon ein Toter drauf Ich kotzte, wo ich stand, schloss mich in der Dusche ein Und fragte mich, wie's war, nun auf der Welt allein zu sein Ich wusch mich und verbrauchte eine Dose Deospray Gegen atomare Strahlen, vom Scheitel bis zum Zeh Als ich mich wieder besser fuhlte, ging ich in die Stadt Alle Hauser waren aus Plastik, kein's war hoch und glatt Es war duster auf den Strassen, ich sah kaum wohin ich ging Weil der Atompilz immer noch schwer auf den Dachern hing Ich sah im Schaufenster ein Buch mit dem Titel ?Unserer Stadt“ Das nahm ich mir, indem ich die Ladentur eintrat Moskel hieß die Stadt, las ich und man ahnt es schon Sie reichte vom Rhein bis tief in die Sowjetunion Diese Geschichte ist nur ein boser Traum Und dass der mal wahr wird glaube ich kaum Denn schon setzen sich Menschen dagegen zur Wehr Und jeden Tag werden es mehr! Ich dachte: ?Das ist auch nicht mehr alles so wie fruher hier!“ Dann sah ich ein Pornoheft, beim blattern schien es mir Das da alles noch beim Alten war. Gleich wurde mir bewusst Das ich hundert Jahre schlief, ohne Sunde, ohne Lust Dann erst sah ich, dass ich nackt war und ich schamte mich Denn auf einem Stuhl hinter mir bemerkte ich Ein Madchen, das hielt noch in der schwarz und roten Hand Den aus feuerfestem Material gedruckten Goetheband Diese Geschichte ist nur ein boser Traum Und dass der mal wahr wird, glaube ich kaum Denn schon setzen sich Menschen dagegen zur Wehr Und jeden Tag werden es mehr! Ich lief zuruck zur Klinik, um ein Madchen aufzutauen Um ohne langes Zogern, die Welt neu aufzubauen In der Gefrierabteilung zweiter Klasse waren alle tot Doch fand ich die erste Klasse schnell in meiner Not Hier lief als Extrasicherung ein Notstromaggregat Doch fror ich bei der Kalte nicht, als ich den Raum betrat Denn hundert Jahre ohne Frau, ihr wisst schon was das heißt Ein Kolben, mit dem hatt' ich jeden Gletscher aufgeschweißt Doch diese Geschichte ist nur ein boser Traum Und dass der mal wahr wird, glaube ich kaum Denn schon setzen sich Menschen dagegen zur Wehr Und jeden Tag werden es mehr! Doch als ich sah, wer da alles unterm Eise lag Traf mich die Kalte plotzlich wie ein Hammerschlag Alles alte Weiber, die Haut verschrumpelt blau Das Tal in allen Farben, aber unterm Nabel grau Da lag die Tankerkonigin mit ihrem Hund im Eis Mir gefror auf der Stirn der ohnehin schon kalte Schweiß Denn die Pille ewiger Jugend, fiel mir plotzlich ein Konnte ja fur diese Monstern schon erfunden sein Ich hielt es da nicht lange aus, ging durch die nachste Tur In den Mannersaal. Politiker und Greise lagen hier Fast alle wegen Korruption und Meineid abgesagt Hatten sie sich selber fur 'ne Zeit auf Eis gelegt Mit dem Wissen, die Summe ihrer großten Schweinereien Wurde eines Tages, vollig umgedreht als rein Historisch große Tat durch die Geschichtsbucher gehen wenn sie einmal wieder aus dem Eise auferstehen Diese Geschichte ist nur ein boser Traum Und dass der mal wahr wird, glaube ich kaum Denn schon setzen sich Menschen dagegen zur Wehr Und jeden Tag werden es mehr! Ich stellte mir voll Ekel diese Kreaturen vor Sich begattend, die Erneuerung der Welt im Chor Grolend feiern, Wechselbalger erzeugen die Ebenso brutal und skrupellos war'n wie sie Die Erde neu bevolkern, diesen guten alten Stern Um sie nach tausend Jahren vielleicht wieder zu zerstor'n Und wieder fror ich, rannte grubelnd hin und her Nicht wissend, wie die Katastrophe zu verhindern war Doch ich suchte, bis ich einen Haufen Holzpflocke fand Unten angespitzt, nahm einen Hammer in die Hand Um den Herrschaften, noch vor Beginn der Nacht Die Holzer ins Herz zu treiben, wie man's mit Vampiren macht Ich ging zum ersten besten, holte aus zum Schlag ? Wachte auf und sah, dass ich in der Badewanne lag Weil die Arzte meinen, dass es gut war' das zu tun Schrieb ich die Geschichte nieder und hier ist sie nun Diese Geschichte bleibt nur ein boser Traum Und dass der mal wahr wird, glaube ich kaum Denn schon setzen sich Menschen dagegen zur Wehr Und jeden Tag werden es mehr! |
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| from Hannes Wader - Zehn Lieder (2009) | |||||
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from Hannes Wader - Zehn Lieder (2009)
Wer sich allein dem Strom der Zeit
Entgegenstemmt Der unterliegt, wird von der Flut Doch fortgeschwemmt Nie traf der Larm der Welt mein Ohr So hart, so grell Die Zeit, sie jagt so blind wie nie zuvor So kalt, so schnell Mochte nur bleiben was ich bin Und wiedersteh'n Den eig'nen Weg so gut ich kann Zuende geh'n Nie traf der Larm der Welt mein Ohr So hart, so grell Die Zeit, sie jagt so blind wie nie zuvor So kalt, so schnell Weiß nicht, was vielleicht morgen schon Mit mir geschieht Ob ich noch steh', oder ob mich der Sog Hinunterzieht Nie traf der Larm der Welt mein Ohr So hart, so grell Die Zeit, sie jagt so blind wie nie zuvor So kalt, so schnell |
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| from Hannes Wader - Nah dran [Deluxe Edition] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader 1집 - Und Es Wechseln Die Zeiten (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Wunsche (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Dass Nichts Bleibt Wie Es War (2001) | |||||
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from Hannes Wader - Der Rebell (2006)
Vorwarts und nicht vergessen
Worin unsere Starke besteht! Beim Hungern und beim Essen Vorwarts und nie vergessen: Die Solidaritat! Auf ihr Volker dieser Erde Einigt euch in diesem Sinn Dass sie jetzt die eure werde Und die große Nahrerin Vorwarts und nicht vergessen Worin unsere Starke besteht! Beim Hungern und beim Essen Vorwarts und nie vergessen: Die Solidaritat! Schwarzer, Weißer, Brauner, Gelber! Endet ihre Schlachterei! Reden erst die Volker selber Werden sie schnell einig sein Vorwarts und nicht vergessen Worin unsere Starke besteht! Beim Hungern und beim Essen Vorwarts und nie vergessen: Die Solidaritat! Wollen wir es schnell erreichen Brauchen wir noch dich und dich Wer im Stich lasst seinesgleichen Lasst ja nur sich selbst im Stich Vorwarts und nicht vergessen Worin unsere Starke besteht! Beim Hungern und beim Essen Vorwarts und nie vergessen: Die Solidaritat! Unsre Herrn, wer sie auch seien Sehen unsre Zwietracht gern Denn solang sie uns entzweien Bleiben sie doch unsre Herrn Vorwarts und nicht vergessen Worin unsere Starke besteht! Beim Hungern und beim Essen Vorwarts und nie vergessen: Die Solidaritat! Proletarier aller Lander Einigt euch und ihr seid frei Eure großen Regimenter Brechen jede Tyrannei! Vorwarts und nicht vergessen Und die Frage korrekt gestellt Beim Hungern und beim Essen: Wessen Straße ist die Straße? Wessen Welt ist die Welt? |
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| from Hannes Wader - Wieder Unterwegs (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Deluxe Edition] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Standard Version] (2012) | |||||
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from Hannes Wader - Dass Nichts Bleibt Wie Es War (2001)
Bin auf meinem Weg
Schon so lang' Zerschlagen und trag' Schon so lang' Bin mude und leer Will nach Suden ans Meer Bin auf meinem Weg Ohne Wiederkehr Schon so lang' Seh' die Kriege, die Not Schon so lang' Ruinen und Tod Schon so lang' Seh' die Tranen, die Wut Seh' die Wunden das Blut Erwurgt und verfault Was stark war und gut Schon so lang' Seh' die Welt oft im Traum Schon so lang' Als Pilzwolkenbaum Schon so lang' Euch, ihr Herren der Welt Eure Lugen, den Mord An Millionen, die glauben An euer Wort Schon zu lang' Nicht nur Greuel gescheh'n Schon so lang' Hab' die Liebe geseh'n Schon so lang' Seh' die Hoffung, den Mut Seh' den Glauben, die Glut Und was sich in Gesichtern Von Kindern tut Schon so lang' Bin auf meinem Weg Schon so lang' Zerschlagen und trag' Schon so lang' Bin mude und leer Will nach Suden ans Meer Bin auf meinem Weg Ohne Wiederkehr Schon so lang' |
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from Hannes Wader - Der Rebell (2006)
Bin auf meinem Weg
Schon so lang' Zerschlagen und trag' Schon so lang' Bin mude und leer Will nach Suden ans Meer Bin auf meinem Weg Ohne Wiederkehr Schon so lang' Seh' die Kriege, die Not Schon so lang' Ruinen und Tod Schon so lang' Seh' die Tranen, die Wut Seh' die Wunden das Blut Erwurgt und verfault Was stark war und gut Schon so lang' Seh' die Welt oft im Traum Schon so lang' Als Pilzwolkenbaum Schon so lang' Euch, ihr Herren der Welt Eure Lugen, den Mord An Millionen, die glauben An euer Wort Schon zu lang' Nicht nur Greuel gescheh'n Schon so lang' Hab' die Liebe geseh'n Schon so lang' Seh' die Hoffung, den Mut Seh' den Glauben, die Glut Und was sich in Gesichtern Von Kindern tut Schon so lang' Bin auf meinem Weg Schon so lang' Zerschlagen und trag' Schon so lang' Bin mude und leer Will nach Suden ans Meer Bin auf meinem Weg Ohne Wiederkehr Schon so lang' |
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from Hannes Wader - Liederbuch (2006)
Sag, wie lange haben dein Fuße die nackte Erde schon nicht mehr beruhrt
Haben Jahr und Tag nur Totenstarren, Beton und Asphalt unter sich gespurt Nun grabst du endlich wieder deine Zehen, so tief du kannst, in kuhlen nassen Sand Die See fullt deine Spuren mit ihrem Wasser und glattet vor und hinter dir den Strand Und schon morgen sollen alle sieben Meere aus denen einmal alles Leben kam Auch anderen die schlecht verheilten Wunden von Stiefeltritten, Schlagen, allem Gram Aus den Gesichtern waschen und ertranken, was Gestern noch all ihre Krafte nahm Wie lange hast du schon in Vollmondnachten, bei Sturmflut in die Brandung brullen woll'n Wie Sanger alter Zeit mit ihren Stimmen den Sturm herausgefordert haben soll'n Nun wurgen dich die Boen und stoßen dir deinen Schrei tief in den Hals zuruck Und reißen ihn dir wieder aus dem Rachen, zerfetzen ihn im nachsten Augenblick Und schon morgen soll ein großer Sturm aufkommen und auch and're wagen es herauszuschrei'n Was sie beleidigt, alle Furcht vergessend und keinem bricht der Sturm das Zungenbein Doch ihre Schreie packt er und die werden dann uberall im Land zu horen sein Doch ihre Schreie packt er und die werden dann uberall im Land zu horen sein |
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| from Hannes Wader - Nie Mehr ZurüCk (2006) | |||||
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| from Hannes Wader - Nie Mehr ZurüCk (2006) | |||||
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| from Hannes Wader - Wieder Unterwegs (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Dass Nichts Bleibt Wie Es War (2001) | |||||
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from Hannes Wader - Dass Nichts Bleibt Wie Es War (2001)
Ich bin ein Rohr im Wind
Bind dich nicht an an mich! Ich bin ein Rohr im Wind Bind dich nicht an an mich! Ich bin kein Halt, mein Kind Ich bin kein Halt, mein Kind Fur dein Boot und dich Ich bin ein Rohr im Wind Bind dich nicht an an mich! Ich bin ein Rohr im Wind Bind dich nicht an an mich! Ich bin kein Halt, mein Kind Ich bin kein Halt, mein Kind Fur dein Boot und dich Ich bin ein Rohr im Wind Bind dich nicht an an an mich! Ich bin ein Rohr im Wind Bind nicht an mich dein Boot! Es war' fur dich, mein Kind Es war' fur dich, mein Kind Es war' fur dich, mein Kind Und fur mich der Tod! |
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| from Hannes Wader - Liederbuch (2006) | |||||
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from Hannes Wader - Der Rebell (2006)
Ich bin ein Rohr im Wind
Bind dich nicht an an mich! Ich bin ein Rohr im Wind Bind dich nicht an an mich! Ich bin kein Halt, mein Kind Ich bin kein Halt, mein Kind Fur dein Boot und dich Ich bin ein Rohr im Wind Bind dich nicht an an mich! Ich bin ein Rohr im Wind Bind dich nicht an an mich! Ich bin kein Halt, mein Kind Ich bin kein Halt, mein Kind Fur dein Boot und dich Ich bin ein Rohr im Wind Bind dich nicht an an an mich! Ich bin ein Rohr im Wind Bind nicht an mich dein Boot! Es war' fur dich, mein Kind Es war' fur dich, mein Kind Es war' fur dich, mein Kind Und fur mich der Tod! |
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| from Hannes Wader 1집 - Und Es Wechseln Die Zeiten (2009) | |||||
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| from Hannes Wader 1집 - Und Es Wechseln Die Zeiten (2009) | |||||
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| from Hannes Wader 1집 - Und Es Wechseln Die Zeiten (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Wunsche (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Zehn Lieder (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Deluxe Edition] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Standard Version] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader - Zehn Lieder (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Deluxe Edition] (2012) | |||||
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from Hannes Wader - Der Rebell (2006)
Zu einer Zeit, in der ich sehr allein war, so ohne einen Menschen, schaffte ich mir ein Schwein an, das ich Monika nannte.
Ich stellte es auf meinem Balkon unter und futterte es mit Abfallen, die ich aus den Mulleimern kramte. Das Tier fraß auch jeden Dreck, machte aber gleichzeitig so viel Mist, dass es schon nach wenigen Wochen bis zum Hals in der eigenen Jauche steckte. Um es vor dem Ertrinken zu retten, setzte ich einen Sessel mitten rein und band die Sau mit Stricken darauf fest. Um den Mist nun loszuwerden, wandte ich mich mit einer Zeitungsanzeige an die Kleingartner der Umgebung. Das Interesse dieser Menschen, an echtem Schweinedung war riesengroß, und schon am nachsten Tag standen sie in Schlangen unter meinem Balkon. Die Jauche floß in Stromen ? und manche wollten sogar was dafur bezahlen. Irgendwie sprach sich das auch herum. Die Leute grußten mich wesentlich freundlicher als sonst ? ich wurde jetzt geachtet als ein Mann, der es versteht, aus Scheiße Geld zu machen. Einmal, es war Sommer, die Sau saß draußen breitbeinig in ihrem Sessel und sonnte sich, da horte ich sie plotzlich aufgeregt grunzen. Ich riss die Balkontur auf und sah noch, wie sich Frau Klotzkes widerlicher Koter an ihr zu schaffen machte. Als ich mich dazwischen werfen wollte, wurde der Hund plotzlich an einem Bindfaden hochgezogen Und auf dem Balkon uber mir sang ein Haufen fruhreifer Kinder: ?Eene, meene, mackel, die Sau machts's mit nem Dackel!“ Durch diese unfreuliche Erlebnis fuhlte ich mich noch enger an Monika gebunden und ich nahm ihren ersten Geburtstag als Anlass fur eine kleine interne Feier. Es machte ihr auch sichtlich Freude, sich vorn und hinten von mir bedienen zu lassen. Abends zundete ich eine Kerze an, stellte ihr einen Eimer billigen Fusel hin, mir selbst eine Flasche Schnaps Und gemeinsam soffen wir eine Weile vor uns hin, und ich erzahlte ihr was von mir. Um unserem Fest nun einen besonderen Pfiff zu geben, legte ich eine heiße Platte auf, und das hatte ich nicht tun sollen. Denn kaum horte Monika die ersten Tone, plumpste sie, besoffen wie sie war, von ihrem Sessel und fing wie irrsing an zu tanzen. Unfahig mich zu ruhren, sah ich, wie sich der Balkon langsam vornuber neigte und dann mit unbeschreiblichem getose in die Tiefe sturzte, Wahrend Monika, laut grohlend, mit dem Kopf nach unten, in der Astgabel einer Platane schaukelte, die direkt am Hause stand. Ein Jahr ist inzwischen vergangen, seit Monika wegen Alkoholvergiftung notgeschlachtet werden musste. Ich fuhle mich schuldig an ihrem Tode und habe mich jetzt fast ganz zuruckgezogen. Um alles wieder gutzumachen, wollte ich mir schon ein neues Schwein anschaffen, aber der Gedanke daran hat alles Vergangene wieder in mir aufgeruhrt. Stattdessen habe ich mich fur eine mittelschwere Frau entschieden. Der Balkon ist bereits repariert, und frisches Stroh habe ich uns auch schon besorgt... |
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| from Hannes Wader - Liederbuch (2006) | |||||
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| from Hannes Wader 1집 - Und Es Wechseln Die Zeiten (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Liederbuch (2006) | |||||
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| from Hannes Wader - Bis Jetzt/Live (2006) | |||||
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from Hannes Wader - Der Rebell (2006)
Vier noble Generale
¡Mamita mia! Hab’n uns verraten Und die Faschisten-Staaten Schickten auch prompt Soldaten Mit Bomben und Granaten ¡Mamita mia! Zu blut’gen Taten Madrid, du wunderbare ¡Mamita mia! Dich wollten sie nehmen Doch deiner treuen Sohne ¡Mamita mia! Brauchst dich nicht zu schamen Und alle deine Tranen ¡Mamita mia! Die werden wir rachen Und die verfluchte Knechtschaft ¡Mamita mia! Die werden wir brechen. |
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| from Hannes Wader - Nah dran [Deluxe Edition] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Standard Version] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader - Bis Jetzt/Live (2006) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Deluxe Edition] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Deluxe Edition] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Standard Version] (2012) | |||||
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from Hannes Wader - Dass Nichts Bleibt Wie Es War (2001)
Sag, bist du bereit
Dich mit aller Kraft zu wehren Sie bekampfen, zu besteh'n? Du hast Mut genug Willst du unsern langen schweren Weg Gemeinsam mit uns geh'n? Oder willst du deine Kraft verschwenden Im Alleingang gegen eine ganze Welt Um zum Schluss in traurigen Legenden Darzusteh'n als gescheiterter Held? Leben einzeln und frei Wie ein Baum und dabei Bruderlich wie ein Wald Diese Sehnsucht ist alt Sie gibt uns Halt In unserem Kampf Gegen die Dummheit, den Hass, die Gewalt Wir Gefahrten im Zorn Wir Gefahrten im Streit Mit uns kampft die Vernunft und die Zeit Sag, bist du bereit Dich mit aller Kraft zu wehren Sie bekampfen, zu bestehn? Du hast Mut genug Willst du unsern langen schweren Weg Gemeinsam mit uns geh'n? Willst du mit uns gehen dem Sieg entgegen? Komm, wir haben keine Zeit uns auszuruh'n Nichts wird sich von selbst nach vorn bewegen Darum zahlt auch nur das, was wir tun Leben einzeln und frei Wie ein Baum und dabei Bruderlich wie ein Wald Diese Sehnsucht ist alt Sie gibt uns Halt In unserem Kampf Gegen die Dummheit, den Hass, die Gewalt Wir Gefahrten im Zorn Wir Gefahrten im Streit Mit uns kampft die Vernunft und die Zeit La, la, la, la, la . . . Leben einzeln und frei Wie ein Baum und dabei Bruderlich wie ein Wald Diese Sehnsucht ist alt Sie gibt uns Halt In unserem Kampf Gegen die Dummheit, den Hass, die Gewalt Wir Gefahrten im Zorn Wir Gefahrten im Streit Mit uns kampft die Vernunft und die Zeit |
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| from Hannes Wader 1집 - Und Es Wechseln Die Zeiten (2009) | |||||
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from Hannes Wader - Nie Mehr ZurüCk (2006)
Wie alle Menschen nackt geboren
was besser hieße ausgesetzt bin ich bis heute nackt geblieben ungeschutzt und oft verletzt Ein Krebs bin ich und zwar von jener Art, die ihre Bloße meist in Schneckenhausern, leeren Muscheln versteckt, doch selber gerne beißt Hab mich, weil ich nicht kriechen wollte quer und seitwarts fortbewegt und so die mir bemessne Strecke mehr als halb zuruckgelegt Dieser muhevolle Krebsgang farbt mir Bart und Schlafen grau tappte in so manche Falle wurde erst durch Prugel schlau Leichtglaubig bin ich oft gewesen bin Phantomen nachgerannt habe Freunde, die mich liebten oft als solche nicht erkannt Die bitte ich jetzt um Vergebung ich sehe meine Fehler ein doch wenn sie nicht vergessen wollen muss ich mir eben selbst verzeihn |
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| from Hannes Wader - Liederbuch (2006) | |||||
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from Hannes Wader - Liederbuch (2006)
Ich kam von Frankfurt nach Berlin
Drei Koffer voll mit Kokain Cocaine, all around my brain Hallo Taxi, schnell zum Ku'damm, Ecke Tauentzien Meine Frau und meine Kinder schrei'n nach Kokain Cocaine, all around my brain Hm, hm, hm, hey! Oh Mama, komm schnell her Halt mich fest, ich kann nicht mehr Cocaine, all around my brain Meine Frau heisst Evelyn Ich weiss nicht, liebt sie mich oder mehr mein Kokain Cocaine, all around my brain ?Liebster“, sagt sie, ?Rate mal, was kitzelt so schon In der Nase, schmeckt nach Scheisse, wirkt wie Arsen?“ Cocaine, all around my brain Hm, hm, hm, hey! Oh Mama, komm schnell her Halt mich fest, ich kann nicht mehr Cocaine, all around my brain Mein Sohn ist zwolf und ewig angetornt Ich verbiet' es ihm, damit er endlich laufen lernt Cocaine, all around my brain Seit gestern weiss er endlich, wer ich bin Wenn er mich sieht, dann ruft er: ?Pappa, hattu Kokain?“ Cocaine, all around my brain Hm, hm, hm, hey! Oh Mama, komm schnell her Halt mich fest, ich kann nicht mehr Cocaine, all around my brain Meine kleine Tochter ist jetzt grad' Auf 'nem Trip, den sie letztes Jahr schon eingepfiffen hat Cocaine, all around my brain Sie sieht aus, als war' sie dreissig Und sie macht auf zwanzig, dabei ist sie acht Cocaine, all around my brain Hm, hm, hm, hey! Oh Mama, komm schnell her Halt mich fest, ich kann nicht mehr Cocaine, all around my brain Meine Tante dealt seit einem Jahr Seitdem geht sie uber Leichen, fahrt 'nen Jaguar Cocaine, all around my brain Immer wenn sie kommt, bringt sie ein Stuckchen Shit In der Radkappe fur die Kinder mit Cocaine, all around my brain Hm, hm, hm, hey! Oh Mama, komm schnell her Halt mich fest, ich kann nicht mehr Cocaine, all around my brain Mein Onkel kam vom Alkohol zum Kokain Jetzt will er sich das Kokain mit Schnaps entzieh'n Cocaine, all around my brain Seit gestern liegt er im Delirium Ab morgen steigt er wieder auf die Droge um Cocaine, all around my brain Hm, hm, hm, hey! Oh Mama, komm schnell her Halt mich fest, ich kann nicht mehr Cocaine, all around my brain Opa hat den Gilb, wartet auf den Tod Freut sich auf Jimi Hendrix und den lieben Gott Cocaine, all around my brain Oma geht es augenblicklich auch nicht gut Seit ihrem letzten Flash spuckt sie nur noch Blut Cocaine, all around my brain Ich merke schon, dass ich jetzt aufhor'n muss Oh Mama, Mama, Mama, komm mach mir 'nen Schuss Mit Morphium und Heroin Opium und Rosimon Oder gib mir Lysergsaurediathylamid Mescalin und Nepalshit La, la, la . . . |
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from Hannes Wader - Der Rebell (2006)
Ich kam von Frankfurt nach Berlin
Drei Koffer voll mit Kokain Cocaine, all around my brain Hallo Taxi, schnell zum Ku'damm, Ecke Tauentzien Meine Frau und meine Kinder schrei'n nach Kokain Cocaine, all around my brain Hm, hm, hm, hey! Oh Mama, komm schnell her Halt mich fest, ich kann nicht mehr Cocaine, all around my brain Meine Frau heisst Evelyn Ich weiss nicht, liebt sie mich oder mehr mein Kokain Cocaine, all around my brain ?Liebster“, sagt sie, ?Rate mal, was kitzelt so schon In der Nase, schmeckt nach Scheisse, wirkt wie Arsen?“ Cocaine, all around my brain Hm, hm, hm, hey! Oh Mama, komm schnell her Halt mich fest, ich kann nicht mehr Cocaine, all around my brain Mein Sohn ist zwolf und ewig angetornt Ich verbiet' es ihm, damit er endlich laufen lernt Cocaine, all around my brain Seit gestern weiss er endlich, wer ich bin Wenn er mich sieht, dann ruft er: ?Pappa, hattu Kokain?“ Cocaine, all around my brain Hm, hm, hm, hey! Oh Mama, komm schnell her Halt mich fest, ich kann nicht mehr Cocaine, all around my brain Meine kleine Tochter ist jetzt grad' Auf 'nem Trip, den sie letztes Jahr schon eingepfiffen hat Cocaine, all around my brain Sie sieht aus, als war' sie dreissig Und sie macht auf zwanzig, dabei ist sie acht Cocaine, all around my brain Hm, hm, hm, hey! Oh Mama, komm schnell her Halt mich fest, ich kann nicht mehr Cocaine, all around my brain Meine Tante dealt seit einem Jahr Seitdem geht sie uber Leichen, fahrt 'nen Jaguar Cocaine, all around my brain Immer wenn sie kommt, bringt sie ein Stuckchen Shit In der Radkappe fur die Kinder mit Cocaine, all around my brain Hm, hm, hm, hey! Oh Mama, komm schnell her Halt mich fest, ich kann nicht mehr Cocaine, all around my brain Mein Onkel kam vom Alkohol zum Kokain Jetzt will er sich das Kokain mit Schnaps entzieh'n Cocaine, all around my brain Seit gestern liegt er im Delirium Ab morgen steigt er wieder auf die Droge um Cocaine, all around my brain Hm, hm, hm, hey! Oh Mama, komm schnell her Halt mich fest, ich kann nicht mehr Cocaine, all around my brain Opa hat den Gilb, wartet auf den Tod Freut sich auf Jimi Hendrix und den lieben Gott Cocaine, all around my brain Oma geht es augenblicklich auch nicht gut Seit ihrem letzten Flash spuckt sie nur noch Blut Cocaine, all around my brain Ich merke schon, dass ich jetzt aufhor'n muss Oh Mama, Mama, Mama, komm mach mir 'nen Schuss Mit Morphium und Heroin Opium und Rosimon Oder gib mir Lysergsaurediathylamid Mescalin und Nepalshit La, la, la . . . |
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from Hannes Wader - Der Rebell (2006)
Und eh' mich nun der letzte Rest
Meiner Geisteskraft verlasst Die, wie man in der Presse liest Im Grunde langst verkummert ist Hab' ich noch schnell vor Toresschluss Von Wohlstand, Luxus und Genuss Von Ausschweifung ganz ausgelaugt Am Euter Franz Villons gesaugt Aus dem die Milch der Wahrheit fließt ? Doch nur, wenn der ein Dichter ist Von dem er angemolken wird ? Bei mir hat er sich nicht geziert So hab' ich wahrend einer Nacht Dies kleine Testament gemacht: Sollt' ich mein Leben bald verlier'n Vermache ich mein krankes Hirn Professor Doktor Pillerman Der untersucht es, schlagt es dann Mit einer Nudelrolle platt Und kocht es aus bei tausend Grad Und legt es dann in Spiritus Wo es ganz fest unter Verschluss Weit von der Wirklichkeit entfernt Noch akademisch denken lernt. In Deutschland, der Kulturnation Schatzt man den Dichter immer schon ? Betrachtet man es mal genau ? Nicht hoher ein als eine Sau Die im Dreck nach Futter grabt Verachtet wird, solang sie lebt Ist sie dann eines Tages tot Befreit man sie von Schmutz und Kot Deckt sich mit ihren Innerei'n Fur lange, harte Winter ein ? So konnt' es mir wohl auch ergeh'n Drum will ich, das wird man versteh'n Wie selbst das allerdummste Schwein Zu Lebzeiten gemastet sein Dem Schlachter, der mir ganz zuletzt Das Messer an die Kehle setzt Dem rat' ich und auch seiner Frau Falls sie noch nach der Tagesschau Schnell einen Schlachter zeugen woll'n Dass sie an Sulze denken soll'n Und dass sie, bei geloschtem Licht Ja nicht mehr tun als ihre Pflicht Sonst kommt als Schande fur das Haus Noch ein Dichter dabei raus Doch hatt' ich meine Lieder gern Statt einem Schallplattenkonzern Unserm deutschen Volk vermacht Doch nimmt es, hab' ich den Verdacht Mein Geschenk erst gar nicht an ? Wobei ich mich auch irren kann Es halt mich, bilde ich mir ein Langst nicht mehr jeder fur ein Schwein ? Es wurden auch schon Stimmen wach Die weisen mir eindeutig nach Dass ich ein bloder Esel sei Und mein Gesang I-A-Geschrei Doch auch als Esel will ich nun Den Massen was zugute tun Statt meiner Lieder biet' ich dann Meinen Kieferknochen an Denn Samson, denkt einmal daran Schlug er nicht an die tausend Mann Mit einem Eselskiefer tot? Deswegen dieses Angebot: Wenn sich das Volk einmal emport Sich gegen alle Herrschaft wehrt Es meinen Kiefer bei sich tragt Und auf bourgeoise Schadel schlagt Ich habe mich mit Vorbedacht Im Fernseh'n immer rar gemacht Doch weil ich auch kein Unmensch bin Bestimme ich jetzt, immerhin Sollte ich gestorben sein Meinen Kadaver auszuleih'n Fur eine Fernseh-Monsterschau Doch achte man darauf genau Dass man die Leiche gut geschminkt In vollem Wichs, bevor sie stinkt Festbindet an ein Mikrofon ? So wie EI Cid, ihr wisst ja schon Tot auf sein Pferd gebunden war Dazu soll man noch eine Schar Go-Go-Go-Girls engagier'n Die meine Verse uberschmier'n Mit sußem ?Dub-du-ah-uh-ah“ Damit das Volk am Bildschirm ja Als Sahnetortchen runterfrißt Was Vollkornbrot gewesen ist Solange ich der Backer war ? Das stell' ich hier noch einmal klar Weil ich noch lebe, hinterher Juckt mich das nicht mehr so sehr Und nun zu jenem kleinen Mann, Den ich nur schlecht beschreiben kann Weil er hier nicht genannt sein will Denn lieber lauert er ganz still Im Dunkeln, bildet sich viel ein Und hangt sich uberall mit rein Dabei wiegt dieser Himmelhund Wenns hoch kommt, nur ein Viertelpfund Ich ahne, so gut kenn' ich ihn Dass er, wenn ich gestorben bin Von meinem Tode unberuhrt Sein Eigenleben weiterfuhrt Wenn diese Ahnung sich erfullt Begrabt ihn auf der Insel Sylt In Kampen am Nacktbadestrand Nicht allzutief im Dunensand Ich denke, dass ihr mich versteht Wenn ihr die hubschen Madchen seht Im Sande sitzend, braun und nackt Und eine zu der andern sagt: ?Zwar weiß ich, Hannes, dieser Schlot Ist schon seit einer Woche tot Doch konnt' ich wetten, er ist hier ? Ich spure was von ihm in mir...“ Furs erste mach' ich jetzt mal Schluss Obwohl ich eingestehen muss Dass manches noch zu sagen war ? Ein and'res Mal erzahl' ich mehr Denn ich mochte, dass ihr wisst Wenn dies auch mein Vermachtnis ist Dass ich noch lang zu leben hab' Bin ich dann tot, soll'n um mein Grab Auch jene Journalisten steh'n Die Schmeißfliegen so ahnlich seh'n ? Wer fraße sich denn sonst da satt Wo unsereins geschissen hat? Fur die geb' ich noch aus dem Grab Ganz kurz eine Erklarung ab Statt einer Rede lass' ich bloß Einen letzten Rulpser los Tief grollend aus dem Untergrund Die Holle offnet ihren Schlund Schluckt unzerkaut das Lumpenpack Doch weil sie diesen Fraß nicht mag Kotzt sie den widerlichen Schmaus Gleich angeekelt wieder aus ? Ich hab' die Bande jedenfalls Ein- fur allemal vom Hals . . . |
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| from Hannes Wader - Wunsche (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Bis Jetzt/Live (2006) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Deluxe Edition] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Standard Version] (2012) | |||||
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from Hannes Wader - Wunsche (2009)
Summer days turning cold
Summer leaves turn to gold Summer love gone to sea Summer birds sound the cry Restless wings beat the sky In their flight from the winter's decree Empty room where she slept Near the shelf where she kept Her dreams and her fears Empty space where she lay With her head turned away As the dawn kissed the leaves with its tears The threads of our lives have become so entwined The weave of their fiber lies close 'round my mind And the wonder of her standing there by the shore Comes back to my mind as I pass by her door Empty street where we walked Empty bridge where we talked In the dusk and the rain Crimson clouds gone to gray Mourned the death of the day As the shadows went softly insane Summer leaves gone to brown Morning frost chills the town With a crystalline shroud Winter's long, icy hands Freeze the life from the land Summer's face getting lost in the crowd The threads of our lives have become so entwined The weave of their fiber lies close 'round my mind And the wonder of her standing there by the shore Comes back to my mind as I pass by her door |
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from Hannes Wader - Nie Mehr ZurüCk (2006)
Kirschbaume bluhen im Januar
und milde Winde wehn seit Neujahr wie viele Winter wollte ich schon mit Dir einen Schneemann bauen, mein Sohn? mit Deinem Schlitten seh ich Dich nun im Regen stehn hast im Leben noch nie Schnee gesehn Habe selbst fast vergessen, was Eisblumen sind die ich an die Schreiben hauchte als Kind habe seitdem nur immer durch Fenster geschaut die niemals beschlagen, ob es friert oder taut dass alles Neue das Alte verdrangt hab ich immer gewusst und doch spure ich auch den Verlust Sommer und Winter, der Tag und die Nacht der Wind und der Regen, von Menschen gemacht es scheint sich die Erde wie im Fieber zu drehn Eisberge schmelzen, neue Wusten entstehn fur meine Kinder wunschte ich mir schon eien warmere Welt hab sie mir nur nicht so vorgestellt |
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from Hannes Wader - Wieder Unterwegs (2009)
Habe nun seit vielen Stunden
Meine Liebste nicht geseh'n Sie hat sich ein Buch genommen Wollte in den Garten geh'n Doch ich kann sie nirgends finden Dort, wo sie noch eben saß Liegen nun gebroch'ne Blumen Und das Buch im hohen Gras Heute zeigt sich keine Wolke Und noch weht kein kuhler Wind Liebste komm, soll es doch regnen Wenn wir zusammen sind Und nun hore ich sie singen Schon winkt sie mir zu und lacht Hat in Mohn und Margeriten Langst ein Bett fur uns gemacht |
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| from Hannes Wader - Nah dran [Deluxe Edition] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader - Nah dran [Standard Version] (2012) | |||||
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| from Hannes Wader - Der Rebell (2006) | |||||
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| from Hannes Wader - Wunsche (2009) | |||||
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from Hannes Wader - Bis Jetzt/Live (2006)
An tausend Meilen hast du heut' schon hinter dich gebracht
Es ist spat, du suchst und findest eine Bleibe fur die Nacht Von alldem, was du schon geseh'n und nicht begriffen hast Bist du todmude, sehnst dich nur nach einer langen Rast Dies' Hotel, die trube Funzel in dem engen Korridor Kommen dir, als du dich umsiehst, schon nicht ganz geheuer vor Und dann weißt du es genau, als du die Zimmertur aufschließt Dass du vor langer Zeit schon einmal hier gewesen bist Schlaf nicht ein im Hotel zur langen Dammerung, bleib wach Denn der Atem toter Seelen staut sich unter diesem Dach Und frisst sich, wenn du schlafst, so tief in Hirn und Lungen fest Dass du dieses Haus nur sterbend, oder tot wieder verlasst Und du sitzt und wachst und wartest, doch die Zeit will nicht vergeh'n Und dir ist, als konntest du auf einmal durch die Wande seh'n Siehst ein Zimmer, so wie deins und ein Junge kommt herein Du erschrickst und meinst, du selber konntest dieser Junge sein: Große Fuße, große Augen, von zu Hause durchgebrannt Haar und Hosen viel zu kurz, wie es noch Brauch ist auf dem Land Alles liebend ohne Furcht, was neu und fremd ist um ihn her Und du fragst dich, ob du je so jung gewesen bist wie der Schlaf nicht ein im Hotel zur langen Dammerung, bleib wach Denn der Atem toter Seelen staut sich unter diesem Dach Und frisst sich, wenn du schlafst, so tief in Hirn und Lungen fest Dass du dieses Haus nur sterbend, oder tot wieder verlasst In dem Raum gleich nebenan siehst du dich als alten Mann Einsam und verbittert, krank und ohne einen Zahn Und der wackelt mit dem Schadel, halt die Bibel auf den Knien Seine durren Spinnenfinger blattern aufgeregt darin Ganze Satze streicht er aus mit seinem Rotstift in der Hand Und schreibt dafur, bose flusternd, wilde Fluche an den Rand Und schon bluten seine Finger, zucken weiter wie im Krampf ? Du gibst ihm noch eine Stunde, und dann endet dieser Kampf Ja, schlaf nicht ein im Hotel zur langen Dammerung, bleib wach Denn der Atem toter Seelen staut sich unter diesem Dach Und frisst sich, wenn du schlafst, so tief in Hirn und Lungen fest Dass du dieses Haus nur sterbend, oder tot wieder verlasst Auch der Junge schlaft noch nicht, nimmt sein Instrument und spielt Dazu schreibt er etwas auf, bringt in Reime, was er fuhlt Falsche Tone, schlechte Verse ? es ist gleich wie gut er's macht Denn nur schreibend, spielend, singend ubersteht er diese Nacht Das macht durstig, und er dreht an dem Wasserhahn, der spritzt Etwas aus, was nach dem riecht, was ein Sterbender ausschwitzt Und du wunschst dir, dass er statt zu trinken in das Becken schifft Und er tut's und bleibt fur diesmal noch verschont von diesem Gift Doch schlaf nicht ein im Hotel zur langen Dammerung, bleib wach Denn der Atem toter Seelen staut sich unter diesem Dach Und frisst sich, wenn du schlafst, so tief in Hirn und Lungen fest Dass du dieses Haus nur sterbend, oder tot wieder verlasst Deine Uhr zeigt erst auf drei, sie blieb schon vor Stunden steh'n Sie schlaft den langen Schlaf und wird nie mehr wieder geh'n Es wird Morgen, Junge, nimm jetzt deine Brocken, du musst fort Da ist ein Park mit einem Brunnen, trink und wasch dich dort Du wirst doch noch And're finden, die sind auch so jung wie du Die erklaren dir die Welt, hore ihnen ruhig zu Dann wirst du weiterzieh'n, viel seh'n, doch das Wenigste versteh'n Und nach Jahren vielleicht nochmal uber diese Schwelle geh'n Dann schlaf nicht ein im Hotel zur langen Dammerung, bleib wach Denn der Atem toter Seelen staut sich unter diesem Dach Und frisst sich, wenn du schlafst, so tief in Hirn und Lungen fest Dass du dieses Haus nur sterbend, oder tot wieder verlasst |
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| from Hannes Wader - Dass Nichts Bleibt Wie Es War (2001) | |||||
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from Hannes Wader - Der Rebell (2006)
Heute hier, morgen dort
Bin kaum da, muss ich fort Hab' mich niemals deswegen beklagt Hab' es selbst so gewahlt Nie die Jahre gezahlt Nie nach Gestern und Morgen gefragt Manchmal traume ich schwer Und dann denk' ich es war' Zeit zu bleiben und nun Was ganz And'res zu tun So vergeht Jahr um Jahr Und es ist mir langst klar Dass nichts bleibt Dass nichts bleibt, wie es war Dass man mich kaum vermisst Schon nach Tagen vergisst Wenn ich langst wieder anderswo bin Stort und kummert mich nicht Vielleicht bleibt mein Gesicht Doch dem Ein' oder Ander'n im Sinn Manchmal traume ich schwer Und dann denk' ich es war' Zeit zu bleiben und nun Was ganz And'res zu tun So vergeht Jahr um Jahr Und es ist mir langst klar Dass nichts bleibt Dass nichts bleibt, wie es war Fragt mich einer, warum Ich so bin, bleib ich stumm Denn die Antwort darauf fallt mir schwer Denn was neu ist wird alt Und was gestern noch galt Stimmt schon heut' oder morgen nicht mehr Manchmal traume ich schwer Und dann denk' ich es war' Zeit zu bleiben und nun Was ganz And'res zu tun So vergeht Jahr um Jahr Und es ist mir langst klar Dass nichts bleibt Dass nichts bleibt, wie es war |
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| from Hannes Wader - Liederbuch (2006) | |||||
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| from Hannes Wader - Bis Jetzt/Live (2006) | |||||
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from Hannes Wader - Bis Jetzt/Live (2006)
Nun Freunde, lasst es mich einmal sagen:
Gut wieder hier zu sein, gut euch zu seh'n Mit meinen Wunschen, mit meinen Fragen Fuhl' ich mich nicht allein, gut euch zu seh'n Wer daran glaubt, alle Gefahren Nur auf sich selbst gestellt zu ubersteh'n Muss einsam werden und mit den Jahren Auch an sich selbst zugrunde geh'n Nun Freunde, lasst es mich einmal sagen: Gut wieder hier zu sein, gut euch zu seh'n Mit meinen Wunschen, mit meinen Fragen Fuhl' ich mich nicht allein, gut euch zu seh'n Und weiß ich heute auf meine Sorgen Und Angste keine Antwort mehr Dann seid ihr da, schon trag' ich morgen An allem nur noch halb so schwer Nun Freunde, lasst es mich einmal sagen: Gut wieder hier zu sein, gut euch zu seh'n Mit meinen Wunschen, mit meinen Fragen Fuhl' ich mich nicht allein, gut euch zu seh'n Und soll mein Denken zu etwas taugen Und sich nicht nur im Kreise dreh'n Will ich versuchen, mit euren Augen Die Wirklichkeit klarer zu seh'n Nun Freunde, lasst es mich einmal sagen: Gut wieder hier zu sein, gut euch zu seh'n Mit meinen Wunschen, mit meinen Fragen Fuhl' ich mich nicht allein, gut euch zu seh'n |
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| from Hannes Wader 1집 - Und Es Wechseln Die Zeiten (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Wunsche (2009) | |||||
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| from Hannes Wader - Wieder Unterwegs (2009) | |||||
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from Hannes Wader - Dass Nichts Bleibt Wie Es War (2001)
Weit in der Champagne im Mittsommergrun
Dort wo zwischen Grabkreuzen Mohnblumen bluh'n Da flustern die Graser und wiegen sich leicht Im Wind, der sanft uber das Graberfeld streicht Auf deinem Kreuz finde ich toter Soldat Deinen Namen nicht, nur Ziffern und jemand hat Die Zahl neunzehnhundertundsechzehn gemalt Und du warst nicht einmal neunzehn Jahre alt Ja, auch Dich haben sie schon genauso belogen So wie sie es mit uns heute immer noch tun Und du hast ihnen alles gegeben: Deine Kraft, Deine Jugend, Dein Leben Hast du, toter Soldat, mal ein Madchen geliebt? Sicher nicht, denn nur dort, wo es Frieden gibt Konnen Zartlichkeit und Vertrauen gedei'n Warst Soldat, um zu sterben, nicht um jung zu sein Vielleicht dachtest du Dir, ich falle schon bald Nehme mir mein Vergnugen, wie es kommt, mit Gewalt Dazu warst du entschlossen, hast dich aber dann Vor dir selber geschamt und es doch nie getan Ja, auch Dich haben sie schon genauso belogen So wie sie es mit uns heute immer noch tun Und du hast ihnen alles gegeben: Deine Kraft, Deine Jugend, Dein Leben Soldat, gingst du glaubig und gern in des Tod? Oder hast zu verzweifelt, verbittert, verroht Deinen wirklichen Feind nicht erkannt bis zum Schluß? Ich hoffe, es traf dich ein sauberer Schuß? Oder hat ein Geschoß Dir die Glieder zerfetzt Hast du nach deiner Mutter geschrien bis zuletzt Bist Du auf Deinen Beinstumpfen weitergerannt Und dein Grab, birgt es mehr als ein Bein, eine Hand? Ja, auch Dich haben sie schon genauso belogen So wie sie es mit uns heute immer noch tun Und du hast ihnen alles gegeben: Deine Kraft, Deine Jugend, Dein Leben Es blieb nur das Kreuz als die einzige Spur Von deinem Leben, doch hor' meinen Schwur Fur den Frieden zu kampfen und wachsam zu sein: Fallt die Menschheit noch einmal auf Lugen herein Dann kann es gescheh'n, daß bald niemand mehr lebt Miemand, der die Milliarden von Toten begrabt Doch finden sich mehr und mehr Menschen bereit Diesen Krieg zu verhindern, es ist an der Zeit |
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