| Disc 1 | ||||||
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Nun Freunde, lasst es mich einmal sagen:
Gut wieder hier zu sein, gut euch zu seh'n Mit meinen Wunschen, mit meinen Fragen Fuhl' ich mich nicht allein, gut euch zu seh'n Wer daran glaubt, alle Gefahren Nur auf sich selbst gestellt zu ubersteh'n Muss einsam werden und mit den Jahren Auch an sich selbst zugrunde geh'n Nun Freunde, lasst es mich einmal sagen: Gut wieder hier zu sein, gut euch zu seh'n Mit meinen Wunschen, mit meinen Fragen Fuhl' ich mich nicht allein, gut euch zu seh'n Und weiß ich heute auf meine Sorgen Und Angste keine Antwort mehr Dann seid ihr da, schon trag' ich morgen An allem nur noch halb so schwer Nun Freunde, lasst es mich einmal sagen: Gut wieder hier zu sein, gut euch zu seh'n Mit meinen Wunschen, mit meinen Fragen Fuhl' ich mich nicht allein, gut euch zu seh'n Und soll mein Denken zu etwas taugen Und sich nicht nur im Kreise dreh'n Will ich versuchen, mit euren Augen Die Wirklichkeit klarer zu seh'n Nun Freunde, lasst es mich einmal sagen: Gut wieder hier zu sein, gut euch zu seh'n Mit meinen Wunschen, mit meinen Fragen Fuhl' ich mich nicht allein, gut euch zu seh'n |
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| 2. |
| 7:18 |
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| 3. |
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Ich kam mit einem kleinen Strauß
Ins Haus der Schonen Ins Haus der Schonen Fand alle Kristalle gefullt mit Nelken So eitel, als brauchten sie nie zu welken Geschnitten im Garten des Reichen Im Garten des Reichen! Kein Platz fur die Blumen eines Armen Die nur nach Jugend duften! Kein Platz fur die Blumen eines Armen Die nur nach Jugend duften! Ich kam mit einem kleinen Ring Ins Haus der Schonen Ins Haus der Schonen Fand ihre Glieder in Gold gefasst Von schlaffen Handen ihr angepasst Aus den Schatzen des Reichen Den Schatzen des Reichen! Kein Platz fur den kleinen Ring eines Armen Auf dem seine Jugend funkelt! Kein Platz fur den kleinen Ring eines Armen Auf dem seine Jugend funkelt! Ich kam mit einer kleinen Hoffnung Ins Haus der Schonen Ins Haus der Schonen Fand sie in Schleier und Myrthen gehullt ? Man gab mir ein Glas, mit Wein gefullt ? Die Hochzeit des Reichen Die Hochzeit des Reichen! Kein Platz fur die kleine Hoffnung des Armen Der nichts hat als seine Jugend! Kein Platz fur die kleine Hoffnung des Armen Der nichts hat als seine Jugend! Als ich mit leeren Handen kam Ins Haus der Schonen Ins Haus der Schonen Fand ich sie getaucht in Reichtum und Glanz ? Der Reiche ging bei hochster Instanz Um ein klein wenig Jugend zu bitten Um Jugend zu bitten! Hier ist ein Platz fur die Gabe des Armen Vom Uberfluss seiner Jugend! Hier ist ein Platz fur die Gabe des Armen Vom Uberfluss seiner Jugend! |
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| 4. |
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Fast jeder weiß was in Hameln geschah, vor tausend und einem Jahr
Wie die Ratten dort hausten, die alles fraßen was nicht aus Eisen war Zu dieser Zeit kam ich nach langer Fahrt als Spielmann in diese Stadt Und ich horte als erstes den Herold schreien, als ich den Markt betrat Wer mit Gottes Hilfe oder allein die Stadt von den Ratten befreit Fur den lagen ab nun beim Magistrat hundert Taler in Gold bereit Ich packte mein Bundel, die Flote und Leier und klopfte ans Rathaustor Kaum sah man mich schlug man die Tur wieder zu und legte den Riegel vor Und ich horte wie man den Herren sagte, es stunde ein Mann vor dem Tor Zerrissen und stinkend in bunte Lumpen, mit einem Ring im Ohr Dieser Mann nun ließe den Herren sagen, er kame von weit, weit her Und er bote der Stadt seine Hilfe, weil er ein Rattenfanger war Ich wartete lange, dann rief eine Stimme durch die geschlossene Tur: ?Vernichte die Ratten und du bekommst die versprochenen Taler dafur!“ Und ich ging und blies in der Nacht die Flote, immer nur einen einzigen Ton Der so hoch war, dass nur die Ratten ihn horten, und keine kam davon Bis hinein in die Weser folgte mir bald die ganze quiekende Brut Und an Morgen trieben dann hunderttausend Kadaver in der Flut Als die Hamelner Burger horten, was alles geschehen war in der Nacht Tanzten sie auf den Straßen, nur an mich hat keiner gedacht Und als ich dann wieder vorm Rathaus stand und forderte meinen Lohn Schlug man auch diesmal die Tur vor mir zu und erklarte mir voller Hohn Nur der Teufel konne bei meiner Arbeit im Spiel gewesen sein Deshalb sei es gerecht ich triebe bei ihm meine hundert Taler ein Doch ich blieb und wartete Stunde um Stunde bis zum Abend vor jenem Haus Aber die Ratsherren die drinnen saßen, trauten sich nicht heraus Als es Nacht war kamen bewaffnete Kerle, ein dutzend oder mehr Die schlugen mir ihre Spieße ins Kreuz und stießen mich vor sich her Vor der Stadt hetzten sie ihre Hunde auf mich und die Bestien schonten mich nicht Sie rissen mich um und pissten mir noch ins blutende Gesicht Als der Mond schien flickte ich meine Lumpen, wusch meine Wunden im Fluss Und weinte dabei vor Schwache und Wut, bis der Schlaf mir die Augen schloss Doch noch einmal ging ich zuruck in die Stadt und hatte dabei einen Plan Denn es war Sonntag, die Burger traten eben zum Kirchgang an Nur die Kinder und die Alten blieben an diesem Morgen allein Und ich hoffte, die Kinder wurden gerechter, als ihre Vater sein Ich hatte vorher mein zerfleischtes Gesicht mir bunten Farbe bedeckt Und mein Wams, damit man die Locher nicht sah, mit Hahnenfedern besteckt Und ich spielte und sang, bald kamen die Kinder zu mir von uberall her Horten was ich sang mit Emporung und vergaßen es nie mehr Und die Kinder beschlossen mir zu helfen und nicht mehr zuzusehen Wo Unrecht geschieht, sondern immer gemeinsam dagegen anzugehen Und die Hamelner Kinder hielten ihr Wort und bildeten ein Gericht Zerrten die Bosheit und die Lugen ihrer Vater ans Licht Und sie weckten damit in ihren Eltern Betroffenheit und Scham Und weil er sich schamte, schlug manch ein Vater sein Kind fast krumm und lahm Doch mit jeder Misshandlung wuchs der Mut der Kinder dieser Stadt Und die hilflosen Burger brachten die Sache vor den hohen Rat Es geschah was heute noch immer geschieht, wo Ruhe mehr gilt als Recht Denn wo die Herrschenden Ruhe wollen, geht's den Beherrschten schlecht So beschloss man die Vertreibung einer ganzen Generation In der Nacht desselben Tages begann die schmutzige Aktion Gefesselt und geknebelt, von den eigenen Vatern bewacht Hat man die Kinder von Hameln ganz heimlich aus der Stadt gebracht Nun war wieder Ruhe in der Stadt Hameln, fast wie in einem Grab Doch die Niedertracht bluhte, die Ratsherren fassten eilig ein Schreiben ab Das wurde der Stadtchronik beigefugt, mit dem Stempel des Landesherren Und besagt, dass die Kinder vom Rattenfanger ermordet worden war'n Doch die Hamelner Kinder sind nicht tot, zerstreut in alle Welt Haben auch sie wieder Kinder gezeugt, ihnen diese Geschichte erzahlt Denn auch heute noch setzen sich Menschen fur die Rechte Schwacherer ein Diese Menschen konnten wohl die Erben der Hamelner Kinder sein Doch noch immer herrscht die Luge uber die Wahrheit in der Welt Und solange die Gewalt und Angst die Macht in Handen halt Solange kann ich nicht sterben, nicht ausruhen und nicht fliehen Sondern muss als Spielmann und Rattenfanger immer weiter ziehen Denn noch nehmen Menschen Unrecht als Naturgewalt in Kauf Und ich hetze noch heute die Kinder dagegen immer wieder auf Und ich hetze noch heute die Kinder dagegen immer wieder auf |
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| 5. |
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Fruher lief hier einer rum, es ist schon ziemlich lange her
Einer, der sich Charley nannte, viele wissen's gar nicht mehr Ein paar And're, ich bin sicher, die erinnern sich noch gut An seine Hinterhaltigkeit und ihre Angst vor seiner Wut Manchmal blieb er ein paar Wochen, mal verschwand er fur ein Jahr Salz und Sonne in der Haut und mit ausgeblich'nem Haar War er plotzlich, stark wie immer, nach 'ner Weile wieder hier Fur uns Jungs war er der Konig, fur die Alten mehr ein Tier Alle haben es bemerkt, wie gut sein Blumenhemd ihm stand Mit Lochern drin, ganz heimlich mit 'ner Kippe reingebrannt Was aussah, dass fast jeder sie fur Einschusslocher hielt Und der Sohn vom Apotheker hat sofort danach geschielt Er kaufte Charleys Hemd zu einem unverschamten Preis Trug es schmutzig, wie es war, mitsamt den Lochern und dem Schweiß Sicher hat er fest geglaubt, er brauche es nur anzuzieh'n Und Charleys Kraft und Schonheit ubertrugen sich auf ihn Viele Madchen rissen wegen Charley von zu Hause aus Er nahm das als selbstverstandlich, machte sich nicht viel daraus Doch nicht nur besonders wilde, freche Madchen wollten ihn Sogar brave, graue Mause wurden scharf, wo er erschien Eine sah ich, wie sie mehrmals dicht an ihm voruberlief Jedes Mal bei seinem Blick die Schenkel fest zusammenkniff Spater tat, als sei er Luft fur sie, weil sie ihn nie bekam Und sich irgendeinen Ander'n, den sie kriegen konnte, nahm Dieses Madchen, was liegt naher, nahm sich ausgerechnet den Der die Apotheke erbte, neulich hab' ich ihn geseh'n Er sah anders aus als fruher, als ihm immer, wo er ging Charleys Fetzenhemd an seinem schlotternden Gerippe hing Heute knicken seine Beine, ahnlich wie bei einem Schwein Unter dem Gewicht der Huften, mehr und mehr nach innen ein Und die Kinder auf der Straße woll'n ihn nackig sehn und gern Seine Knie, wenn er geht, aneinanderklatschen hor'n Horst du, Charley, was mir dieser Mensch berichtet hat! Du warst jetzt auch schon so wie er, so sauber, sanft und satt Auch dein Name war' jetzt anders, nicht mehr Charley, sondern Karl Und Alles liefe, wie es sein soll, ruhig und normal Weißt du, Charley, was du tust, geht mich schon lange nichts mehr an Nur schade, dass so einer sich mit dir vergleichen kann Einer der, obwohl er wollte, nie wie du gewesen ist Soll nicht sagen durfen, dass du so wie er geworden bist |
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| 9. |
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| 10. |
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An tausend Meilen hast du heut' schon hinter dich gebracht
Es ist spat, du suchst und findest eine Bleibe fur die Nacht Von alldem, was du schon geseh'n und nicht begriffen hast Bist du todmude, sehnst dich nur nach einer langen Rast Dies' Hotel, die trube Funzel in dem engen Korridor Kommen dir, als du dich umsiehst, schon nicht ganz geheuer vor Und dann weißt du es genau, als du die Zimmertur aufschließt Dass du vor langer Zeit schon einmal hier gewesen bist Schlaf nicht ein im Hotel zur langen Dammerung, bleib wach Denn der Atem toter Seelen staut sich unter diesem Dach Und frisst sich, wenn du schlafst, so tief in Hirn und Lungen fest Dass du dieses Haus nur sterbend, oder tot wieder verlasst Und du sitzt und wachst und wartest, doch die Zeit will nicht vergeh'n Und dir ist, als konntest du auf einmal durch die Wande seh'n Siehst ein Zimmer, so wie deins und ein Junge kommt herein Du erschrickst und meinst, du selber konntest dieser Junge sein: Große Fuße, große Augen, von zu Hause durchgebrannt Haar und Hosen viel zu kurz, wie es noch Brauch ist auf dem Land Alles liebend ohne Furcht, was neu und fremd ist um ihn her Und du fragst dich, ob du je so jung gewesen bist wie der Schlaf nicht ein im Hotel zur langen Dammerung, bleib wach Denn der Atem toter Seelen staut sich unter diesem Dach Und frisst sich, wenn du schlafst, so tief in Hirn und Lungen fest Dass du dieses Haus nur sterbend, oder tot wieder verlasst In dem Raum gleich nebenan siehst du dich als alten Mann Einsam und verbittert, krank und ohne einen Zahn Und der wackelt mit dem Schadel, halt die Bibel auf den Knien Seine durren Spinnenfinger blattern aufgeregt darin Ganze Satze streicht er aus mit seinem Rotstift in der Hand Und schreibt dafur, bose flusternd, wilde Fluche an den Rand Und schon bluten seine Finger, zucken weiter wie im Krampf ? Du gibst ihm noch eine Stunde, und dann endet dieser Kampf Ja, schlaf nicht ein im Hotel zur langen Dammerung, bleib wach Denn der Atem toter Seelen staut sich unter diesem Dach Und frisst sich, wenn du schlafst, so tief in Hirn und Lungen fest Dass du dieses Haus nur sterbend, oder tot wieder verlasst Auch der Junge schlaft noch nicht, nimmt sein Instrument und spielt Dazu schreibt er etwas auf, bringt in Reime, was er fuhlt Falsche Tone, schlechte Verse ? es ist gleich wie gut er's macht Denn nur schreibend, spielend, singend ubersteht er diese Nacht Das macht durstig, und er dreht an dem Wasserhahn, der spritzt Etwas aus, was nach dem riecht, was ein Sterbender ausschwitzt Und du wunschst dir, dass er statt zu trinken in das Becken schifft Und er tut's und bleibt fur diesmal noch verschont von diesem Gift Doch schlaf nicht ein im Hotel zur langen Dammerung, bleib wach Denn der Atem toter Seelen staut sich unter diesem Dach Und frisst sich, wenn du schlafst, so tief in Hirn und Lungen fest Dass du dieses Haus nur sterbend, oder tot wieder verlasst Deine Uhr zeigt erst auf drei, sie blieb schon vor Stunden steh'n Sie schlaft den langen Schlaf und wird nie mehr wieder geh'n Es wird Morgen, Junge, nimm jetzt deine Brocken, du musst fort Da ist ein Park mit einem Brunnen, trink und wasch dich dort Du wirst doch noch And're finden, die sind auch so jung wie du Die erklaren dir die Welt, hore ihnen ruhig zu Dann wirst du weiterzieh'n, viel seh'n, doch das Wenigste versteh'n Und nach Jahren vielleicht nochmal uber diese Schwelle geh'n Dann schlaf nicht ein im Hotel zur langen Dammerung, bleib wach Denn der Atem toter Seelen staut sich unter diesem Dach Und frisst sich, wenn du schlafst, so tief in Hirn und Lungen fest Dass du dieses Haus nur sterbend, oder tot wieder verlasst |
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| 11. |
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Es wird Abend, siehst du auch die alten Weiden dort am Fluss?
Komm, in ihrem Schatten kuhlst du deinen muden Fuß Wie die Weiden ihre Zweige, sieh, wie dicht sie sind und schwer Fur die Nacht sind wir geborgen Unsre Angste vor dem Morgen Tragt der Strom bis in das Meer Und es kammt ein sanfter Wind das grune Haar der Trauerweiden Horst du auch die Stimme, dieses Raunen uberm Fluss? Lauschen will ich, nur nicht fragen: Was wird aus uns beiden? Weil ich weiß, dass ich mich vor der Antwort furchten muss Diese Glut am Horizont, und die Luft, die brandig riecht Truber Dunst vom ander'n Ufer, der zu uns heruberkriecht Lass uns ruhig warten, spater, wenn der Wind sich dreht Wirst du, so wie ich, erkennen Dass nur Stoppelfelder brennen Und nur die Sonne untergeht Und es kammt ein sanfter Wind das grune Haar der Trauerweiden Horst du auch die Stimme, dieses Raunen uberm Fluss? Lauschen will ich, nur nicht fragen: Was wird aus uns beiden? Weil ich weiß, dass ich mich vor der Antwort furchten muss Nahes Rufen, Hundebellen, und jetzt fallt ein Schuss ? Mein Knie, es schmerzt, es fallen rote Tropfen in den Fluss Nein, noch fließt kein Blut, der Krampf lost sich in meinem Bein In den Ufersand geflossen Ungeschickt von mir vergossen Ist nur der Rest von unserm Wein Und es kammt ein sanfter Wind das grune Haar der Trauerweiden Horst du auch die Stimme, dieses Raunen uberm Fluss? Lauschen will ich, nur nicht fragen: Was wird aus uns beiden? Weil ich weiß, dass ich mich vor der Antwort furchten muss Kennst du das Lied von jenem Weisen, der am Wasser saß Nach Jahr und Tag die Namen seiner Feinde fast vergaß Und sie am Ende tot im Strom vorubertreiben sah? Aber nein, wir sind nicht weise Unsre Feinde ? sprich jetzt leise! ? Leben, und sie sind ganz nah! Und es kammt ein sanfter Wind das grune Haar der Trauerweiden Horst du auch die Stimme, dieses Raunen uberm Fluss? Lauschen will ich, nur nicht fragen: Was wird aus uns beiden? Weil ich weiß, dass ich mich vor der Antwort furchten muss |
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| 12. |
| 5:05 |
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Ich bin unterwegs nach Suden und will weiter bis ans Meer
Will mich auf heiße Kiesel legen, und dort brennt die Sonne mir Die Narben aus dem Nacken, jeden Kratzer, jeden Fleck Dass von den tausend Handen, die mich das ganze Jahr Befingert und geschlagen haben, keine Spur mehr ubrig bleibt Und wenn der Wind mir fetzenweise meine alte, tote Haut Vom Rucken fegt als weiße Asche, steh' ich auf und bin gesund Ich bin unterwegs nach Suden und will weiter bis ans Meer Doch ich bin langst nicht mehr sicher, ob die Sonne diesmal hilft Sie brennt so heiß wie immer, aber unter meinem Hemd Spur' ich, wie die Kalte meine Haut zusammenzieht Aber der Schweiß in meinen Stiefeln kocht und frißt an meinen Zeh'n Und von dort, woher ich komme, tragt der Wind mir den Geruch Von halb vergess'ner alter Angst, von Hass und Ekel wieder zu Ich bin unterwegs nach Suden will nicht weiter bis ans Meer Ich bin mude, will nur schlafen. Morgen, morgen schreibe ich Meine Traume auf und sehe wie in der Vergangenheit Der Schmutz in meinen Eingeweiden, im Ruckenmark, im Hirn Begonnen hat zu faulen und zu Gift geronnen ist Morgen werde ich dann wissen, wie es heißt, woher es kommt Und wenn ich erst den Namen kenne, bringt dies Gift mich nicht mehr um |
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| 13. |
| 5:33 |
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| 14. |
| 5:25 |
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